Die beiden schauten die Blues Brothers, auch wenn Skye davon ausging, dass Jongin viele der Jokes nicht richtig verstand. Es war eine andere Zeit und manches war nur angedeutet. Jemand, der den Hintergrund nicht verstand, konnte wohl nicht mit allem etwas anfangen, aber Jongin schlug sich wacker.
Beide schreckten auf, als um kurz nach Mitternacht die Tür aufging. Es konnte nur Kookie sein, er war der Einzige, der den Code hatte. Sicherheitshalber hatte sie die Tür verschlossen, weil sie nicht wusste, ob sie zusammen mit Jongin ‚erwischt‘ werden wollte.
Sie lehnte sich über die Couch.
„Na komm, wir fahren nach Hause – den kannst du meinetwegen mitnehmen“, damit deutete er auf Jongin.
„Ich dachte, du schläfst im Dorm?“, fragte sie unsicher.
„Keine Lust.“
„Kookie, du weißt, dass du keine Stellung beziehen musst.“
„Skye, falls es dir nicht aufgefallen ist, habe ich schon vor Wochen Stellung bezogen“, und damit war für ihn die Diskussion beendet.
Zuhause in Hanam fühlte sie sich nicht ganz so auf dem Präsentierteller. Jongin bezog offiziell ein Gästezimmer, doch eine Stunde, nachdem sie alle ‚Gute Nacht‘ gesagt hatten, kam er zu ihr geschlichen und natürlich war sie noch wach. Mit mahnendem Blick setzte er sich auf ihr Bett.
„Du bist auch noch wach“, bemerkte sie. Sollte er es wagen ihr einen Vorwurf zu machen. Er legte sich hin und verschränkte die Arme hinter dem Kopf.
„Was weißt du, was SME mehr auf die Palme bringen wird, als wir beide?“
„Siri, Licht aus!“, sagte Skye und der Lampenhimmel dämmt sich in Dunkelheit.
„Wir gehen schlafen“, beschloss sie und er lachte fröhlich.
„Was kann denn so schlimm sein?“
Er hatte ja keine Ahnung!
„Jongin, es ist nicht mein Geheimnis, du wirst es bald erfahren.“
Chen hatte gesagt, dass er noch ein paar Tage bräuchte und er würde zuerst mit EXO sprechen und dann mit SME.
Jongin legte sich hinter sie und zog sie eng an sich.
„Du riechst immer noch so gut“, murmelte er. Sie kannte seinen Körper und von ganz alleine schmiegte sie sich an ihn.
„Ich würde mich opfern, wenn du Taehyung eifersüchtig machen willst“, raunte er in ihr Ohr.
„Bebecito, ich glaube, dass ist er schon“, erwiderte sie lachend.
„Ich will, dass du weißt, dass ich nicht gehe. Du warst es immer gewesen, ich hatte nur Angst davor gehabt, doch du bist das Richtigste, das mir je passiert ist.“
I need a man that thinks it’s right, when it’s so wrong, hallte ihr die Textzeile aus ‚The edge of glory‘ in ihrem Kopf wider, denn sie und Jongin, jetzt, wäre so falsch – auch ihm gegenüber.
Skye drehte sich zu ihm um und lag Stirn an Stirn zu ihm.
„Wir können das noch nicht, ich brauche Zeit, um das Richtige zu tun.“
Auch Jongin hatte sie verletzte, vielleicht aus den richtigen Gründen, dass mochte sein, aber er hatte sie verletzt – so, dass Siwon ihn geschlagen hatte! Sie wusste, dass Krystal viel manipuliert hatte, doch wenn sie jemals wieder zusammen sein könnten, musste sie sicher sein, dass sich niemand zwischen sie drängen könnte.
„Ich weiß, es ist nur so schwer. Bekomme ich einen Kuss? Nur einen.“
Skye grinste.
„Du fragst jetzt, ob du mich küssen darfst?“ Hätte er im Club mal gefragt!
„Ja weißt du, wenn ich dich küsse, wenn ich nicht sicher bin, ob ich es darf, dann passieren immer Dinge, die alles komplizierter machen.“
Ach, das war ja mal eine Einsicht.
„Ein Kuss“, stimmt sie zu, einfach weil sie es brauchte. Nach diesem Tag. Nach Taehyung. Sie wollte einmal das Gefühl heute haben begehrt zu sein. Es war egoistisch, von ihnen beiden. Jongin schnappte sich ihre Hände und drehte sie auf den Rücken, so dass er auf ihr lag und Skye in die Matratze drückte. Ihr Herz fing wild an zu schlagen, denn sie erinnerte sich an diese Situation, damals im Februar im alten EXO Dorm, als sie mit Jiyong Schluss gemacht hatte – genau das hatte Jongin beabsichtigt. Memory Foam. Er wollte diese schönen Erinnerungen triggern. Und dann beugte er sich zu ihr und küsste sie, hungrig. Er war so ein guter Küsser! Er gehörte verboten! Sie seufzte in den Kuss und Jongin fühlte sich bestärkt, dass er alles richtig machte und er machte alles richtig – dass war das Problem, denn es war das Richtige im falschen Moment. Seine Mitte drückte sich gegen ihre und es wäre so einfach den Kopf auszuschalten. Sie wollte es, wünschte sich, dass sie den Kopf einfach ausschalten könnte. Sie war so sauer auf Taehyung. Er hatte kein Rückgrat und sprach von Liebe und Zukunft. Nachdem er sie schon mal für Band hintenangestellt hatte. Sie merkte, wie sie fordernder wurde und Jongin würde einen Teufel tun und sich dagegen wehren. Er löste eine Hand und ließ sie unter ihr Shirt wandern. Seine Hüfte bewegte sich gegen sie und Skye stöhnte leise auf, bevor sie ihn von sich schupste. Jongin war so überraschte, dass er vom Bett fiel.
„Oh Gott, es tut mir leid“, sagte sie und schlug die Hand über ihren Mund, als sich über den Rand beugte, um nach ihm zu schauen.
„Schon okay, ich habe mich hinreißen lassen.“
Er setzte sich wieder zu ihr und ihre Hand griff nach seiner.
„Es ist nicht der richtige Moment, auch wenn mein Körper es vielleicht will. Das mit Tae sitzt tief, aber es wird nicht besser, indem wir hier Dinge überstürzen. Ich weiß nicht, was ich fühle, aber ich weiß, dass etwas zwischen uns ist. Es war immer etwas zwischen und vielleicht dachte ich es mit Taehyung über…malen zu können or whatever, vielleicht war es auch echt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich in diesem ganzen Drama verloren gehe. Ich muss mich wieder finden, mich alleine und solange ich das nicht habe, kann ich dir nicht geben, was du willst.“
Er lehnte seine Stirn gegen ihre.
„Ich verstehe und du hast vollkommen recht. Ich verschwinde nur mal fünf Minuten – drei, wenn ich schnell bin – und dann gehen wir schlafen.“
Er stahl ihr einen Kuss, bevor sie sich wehren konnte und ging los, um Druck abzulassen.
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Als sie aufwachte, war Jongin weg. Er hatte ihr eine Nachricht geschrieben, dass er im Training war. Skye schloss die Augen. Es ging alles viel zu schnell. Erst gestern hatte Tae sich von ihr getrennt. Sie musste Jongin dringend ausbremsen. Gestern war sie gefrustet und sauer gewesen und es fühlte sich gut an, wenn man von jemand die Aufmerksamkeit bekam, die man sich von jemand anderen wünschte, doch es löste keine Probleme. Die Amerikanerin wusste nicht, ob das mit Tae für immer hätte halten können. Musste denn alles für immer halten? Nein, aber heimlich strebten wir das doch alle an. Wir alle hofften eines Tages auf den Idioten zu treffen, den wir ein Leben lang ertragen konnten und auch Skye hatte gehofft und manchmal hatte es sich auch so angefühlt. Taehyung hatte unheimlich viele süße Dinge für sie getan – Jongin auch. Außerhalb des Chaos war er unheimlich liebenswert gewesen.
Schon jetzt hatte sie Kopfschmerzen, dabei hatte der Tag noch gar nicht angefangen.
„Sind alle angezogen?“
Jungkook kam in ihr Zimmer und hatte eine Hand über die Augen gelegt. Skye schmiss ein Kissen nach ihm.
„Ich wollte nur sicher sein.“
Er schnappte sich die Katzen und ging runter in die Küche. Gemeinsam machten sie Frühstück.
„Und, was hast du jetzt vor? Wenn Jiyong oder Seunghyun deine Anteile kaufen, bist du praktisch arbeitslos.“
„Ich habe noch 66 andere Firmen“, bemerkte sie.
„Ja, um die du dich nicht kümmerst. Also was machst du? Du bist nicht der Typ, der Zuhause sitzt, ins Spa geht und den ganzen Tag in irgendwelchen Departmentstores rumhängt.“
„Vielleicht könnte ich das werden“, grübelte sie und schaute gedankenverloren aus dem Fenster.
„Vielleicht muss ich dem Desperate Housewifes Leben eine Chance geben. Ich könnte mich um das Gewächshaus kümmern und ich habe lange nicht mehr gebacken.“
Sie verurteilte solche Frauen immer, doch vielleicht war sie nur ungerecht. Jungkook schaute skeptisch über seine Müslischüssel.
„Im Leben nicht.“
„Oh, ich könnte eine Tattoo-Maschine kaufen und das lernen. Ich kann gut zeichnen und ich habe eine ruhige Hand und ich würde ausschließlich Mittelfinger tätowieren, auf denen ein Herz tätowiert ist. Es wäre mein ‚Signature Tattoo‘“, überlegte sie weiter, doch der Sänger fing an zu lachen.
„Ok, wir müssen dir schnell eine Beschäftigung geben.“
In diesem Moment stürmten die Kings in die Küche.
„Skye!“, kam es von Blake.
„Wir haben gehört“, machte Kendra weiter.
„Dass du G-Next verkaufen willst!“, beendete Honey.
„What the hell?!“, nein, das war das tatsächliche Ende von London.
Es war gemein, Skye konnte mit den Krücken nicht flüchten.
„Wirklich, es liegt nicht an euch“, beteuerte sie.
„Skye, wir sind wegen dir zu G-Next und es ist eine Sache, dass wir ohne dich eine Band werden, aber wenn du uns noch nicht einmal den Rücken stärkst, hätten wir bei SME bleiben können.“
Ara gab die längere Erklärung und die Blondine seufzte.
„Taehyung hat gestern Schluss gemacht – weil Bang es so will. Es ist nicht das erste Mal, dass Bang sich in solche Sachen einmischt. Ich kann nicht mit ihm zusammenarbeiten.“
Das mit Tae war wohl eine neue Information – witzig, dass sie das mit den Anteilen wussten, aber nicht durch was das ausgelöst worden war.
„Was?!“
„Tae hat Schluss gemacht?!“
„Wegen Bang?!“
„Dieser Bastard!“
Irgendwie nahm es ihnen den Wind aus den Segeln.
Die Kings mussten in Training und auch Jungkook musste bald los. Schließlich war heute Abend wieder ein Konzert. Skye saß in der Küche und starrte wieder aus dem Fenster.
„Bist du okay, wenn ich gehe?“
„Was, wenn ich ‚nein‘ sage?“, fragte sie neugierig.
„Dann würde ich dir einen Babysitter besorgen.“
„Ich verstehe das einfach nur nicht. Es war doch alles okay. Wir waren okay.“
Er setzte sich zu ihr.
„Also, ich finde das auch alles Scheiße und ich würde mir von Bang auch nie so in meine Beziehungen reinquatschen lassen, aber ich erzähle dir jetzt mal ein paar Sachen über Taehyung. Das sind alles keine Ausreden, es sind nur Informationen“, stellte er klar.
„Erstes: Taehyung hatte noch nie eine ernsthafte Beziehung. Er geht gerne auf Dates, doch die meisten enden nicht in ernsten Dingen. Zweitens: Er dachte nie, dass er eine Chance bei dir hat. Er hat immer gedacht, dass du und Jongin DAS Paar seid – auch wenn er nicht von Jongin begeistert ist. Taehyung flirtet unheimlich gerne, aber er ist nicht davon ausgegangen, dass du es wirklich in Erwägung ziehst, dich auf ihn einzulassen. Kurz gesagt: Er ist komplett überfordert für jemanden so viel zu fühlen. Drittens: Er schaut zu Bang auf. Er sagt immer, dass er ohne Bang nur ein einfacher Farmjunge wäre. Alles was er hat, verdankt er Bang – oder glaubt es. Keiner hat an uns geglaubt, außer Bang und nur weil er die richtigen Leute überzeugt hat uns zu supporten, sind wir heute das, was wir sind. Es ist nicht fair und es ist scheiße. Wir alle sind dankbar und ein Kampf gegen Bang wirst du nicht gewinnen. Ich finde nur, dass er sich gar nicht auf dich hätte einlassen dürfen. Wenn er nicht bereit ist für Liebe ein Risiko einzugehen, dann soll er nicht Happy Life mit dir spielen. Und auch wenn es nur ein kleiner Trost ist: Noch nie hat Bang einen unserer Lebensgefährten als so gefährlich empfunden, dass er eingeschritten ist. Von daher also: Glückwunsch.“
„Super, was soll ich damit jetzt anfangen? Soll ich um ihn kämpfen?“
„Was empfindest du für Jongin?“
Sie biss sich auf die Lippe.
„Mehr, als mir lieb ist.“
„Dann würde ich an deiner Stelle anfangen herauszufinden, welchen du willst, bevor du für etwas kämpfst, nur weil dein Ego angeknackst ist.“
Entsetzt schaute sie ihn an.
„Mein Ego ist nicht … ja, okay, mein Ego ist angeknackst.“
Half ja alles nix, er hatte recht.
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Den Großteil des Tages war sie mit einer Überraschung für Chen beschäftigt. Sie wollte ihm eine kleine Aufmunterung geben und sie hatte Hausarrest. Noch hatte SME sich nicht geäußert, wie es weitergehen würde und sie würde einen Teufel tun und noch jemanden auf die Füße treten. Solange niemand von ihr verlangte, dass sie mit Jongin auf das BTS Konzert gehen würde, wäre sie fein. Das wäre selbst für Skye zu masochistisch – und das hieß schon was.
Gegen 18 Uhr sagte der Sicherheitsmann Bescheid, dass Jiyong hochfuhr. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen.
Er drückte sie, länger als gewohnt. Dann schaute er auf die Orthese.
„Du machst Sachen … komm, zieh dich um, wir gehen essen.“
„Ich habe sowas wie Hausarrest.“
„Deswegen gehen wir auch bei mir Essen. Seunghyun kommt auch und ich habe einen Caterer bestellt. Ich bin dein Fahrer.“
War das nun etwas Gutes oder nicht? Bestimmt hatte er seine ganz eigene Meinung dazu. Hier hatte sie im Zweifel einen Bunker mit einem roten Knopf, aber bei ihm könnte sie nicht abhauen. Doch natürlich wehrte sie sich nicht und sie humpelte nach oben. Umziehen war nicht so einfach. Die aufblasbare Schiene war zu groß für Hosen, also zog sie Hosen an, die sie soweit hochkrempeln musste oder Leggins, die sie in der Orthese ließ. Da es nur ein Abend bei Ji Zuhause war, entschied sie sich für eine Leggins und ein Oversize-Pulli. Ihre dicken Daunenmäntel hingen unten, denn der Indian Summer war vorbei und die Temperaturen waren drastisch gefallen.
Wieder bei Jiyong zu sein, brachte Erinnerungen hoch. Seit sie sich getrennt hatten, war sie nicht mehr hier gewesen. Es war anders als bei Jongin, sie verspürte zumindest nicht das Bedürfnis hier wieder häuslich zu werden. Seunghyun und der Caterer waren noch nicht da und Jiyong hatte ihr einen Hocker geholt, wo sie den Fuß hochlegen konnte. Gezielt ging er den wichtigen Themen aus dem Weg, doch sie ging davon aus, dass wenn Seunghyun kommen würde, sich das ändern sollte.
„Wein?“, fragte er aus der Küche.
„Unbedingt.“
Im Sommer, als sie temporär Korea den Rücken zugewandt hatte, hatte sie sich so gut unter Kontrolle gehabt. Zu ihrer Verteidigung musste man aber erwähnen, dass Jiyong eine sehr ausgewählte Weinsammlung hatte.
Gegen 20 Uhr kam Seunghyun und beugte sich zu ihr, um ihr einen Kuss auf die Wange zu geben.
„Also, das Essen kommt in einer Stunde, bis dahin sollten die wichtigen Sachen geklärt sein“, meinte Ji und setzte sich dazu.
„Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sauer bist du auf mich?“ Sie wollte erst mal wissen, auf welcher Basis dieses Gespräch stattfinden würde.
„Ich bin nicht sauer auf dich.“
Fragend schaute sie zu Seunghyun, der nur mit den Schultern zuckte.
„Ich verstehe es. Irgendetwas triggerst du in Bang. Ich verstehe nicht wieso. Er hatte damals so viel für dich geboten, ich war davon überzeugt, dass er dich für Big Hit wollte, aber entweder hat Seunghyun damals so sein Ego angekratzt oder er hat Pläne, die sich mir verschließen.“
Ja, damals, als die Trainees versteigert wurden, hatten SME und Big Hit sich einen erbitterten Kampf geliefert – den Seunghyun gewonnen hatte.
„Das Problem ist, dass wir Bang nicht rausbekommen. Er hat zu viele Anteile und wir sind auf seine Expertise angewiesen. Ich verliere dich wirklich ungerne, du bist eine der besten Stimmen, die ich je gehört habe und du bist eine talentierte Songwriterin. Dich zu verlieren, als Aushängeschild, ist beschissen. Aber ich verstehe dich, ich habe gegrübelt, ob es einen Weg gibt, auf dem du und Bang nicht aneinander knallt, aber ich glaube, dass es jeder nur auf rohen Eiern laufen würde und auf Dauer würde das jeden an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringen. Ich würde dich aber bitte vier Wochen zu warten. Seunghyun und ich kaufen deine Anteile, aber wir bitten dich vier Wochen zu warten und wenn die Situation unverändert ist, dann machen wir das. Wir haben Hoffnung, dass Bang vielleicht auf dich zukommt.“
Es war süß, dass die beiden solche Hoffnung hatten, denn Skye hatte sie nicht. BTS war eine goldene Gans, die Bangs Taschen füllten. Er würde nicht zulassen, dass so etwas banales, wie eine Freundin, da dazwischenfunkte konnte und er wusste, dass Skye keine kleine, süße Koreanerin war, die man kontrollieren konnte und sie sich für Liebe zurücknahm.
„Okay“, sagte sie. Was waren schon vier Wochen? Sie hatte ihre Pflichten an Seunghyun abgegeben.
„Ich möchte aber, dass die nächsten vier Wochen sich niemand in meine Angelegenheiten mit Jongin und SME einmischt.“
Bang hatte noch bei dem Meeting gesessen und den besorgten Onkel gespielt! Wirklich, dieser Typ!
„Übrigens, ich bin stolz auf dich“, kam es von Seunghyun.
„Stolz, wieso?“
„Weil du noch im Land bist.“
Er lachte fröhlich, doch sie strafte ihn mit einem finsteren Blick. Für einen Moment hatte sie daran gedacht. Einfach weg. Einfach Fiji. Oder sonst wohin. Doch weglaufen hatte beim letzten Mal nichts gebracht und diese Genugtuung würde sie Bang nicht geben – und wenn sie sich irgendwo festtackern müsste, sie würde nicht wieder fliehen.
Man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben …