Um 21:30 hatte Skye sich nur ‚ganz kurz‘ zu den Katzen ins Bett gelegt, um zu kuscheln. Und war nie wieder gekommen. Irgendwann hatte Jongin nach ihr geschaut und sie zugedeckt. Die beiden Jungs haben noch bis 2 Uhr Playstation gezockt.
Dafür war Skye um 06:00 dann wach. Jongin machte sich noch nicht mal die Mühe in irgendein Gästezimmer zu gehen, als er schlafen gegangen war. Skye fand sich in seinen Armen wieder und schloss noch mal die Augen, konnte aber nicht mehr einschlafen. Sie ging runter in die Küche und machte sich Spiegeleier und Toast, als Frau Park gegen 7 Uhr kam.
„Sie sind aber früh wach“, bemerkte die Haushälterin.
„War früh schlafen.“
So sollte ja eigentlich der Rhythmus sein, aber wenn sie immer mitten in der Nacht ins Bett kam, war es nicht verwunderlich, dass sie morgens so spät aufstand.
Dafür füllte sich ihr Terminkalender. Chen wollte morgen Abend mit EXO sprechen und hatte sie gefragt, ob sie mitkommen würde. Skye würde das Ganze unter einem Abendessen tarnen und schrieb in die Gruppe, dass Morgen alle Zuhause sein sollen. Chen hatte den Schedule gecheckt, alles hatten frei – offiziell zumindest.
Dann hatte Mia sie gefragt, ob sie Übermorgen beim Santa Clause & Elfen Casting in der Jury sitzen wollte. Es ging um den KBS Weihnachtsmarkt und es war zu absurd, als das sie ‚nein‘ hätte sagen können. Santa Casting. Epic.
Heute wäre sie noch mit dem Gästezimmer beschäftigt. Sie wollte die Türzargen und die Tür von innen streichen und die Tapete musste an die Wand.
Online hatte sie Vorhänge bestellt – einmal dünne, weiße und dann dunkelgrüne Thermovorhänge, von denen sie hoffte, dass sie ins Farbschema passten. Wenn alles fertig war, musste erst mal durchgewischt werden, wegen dem Staub vom Abschleifen, dann musste das Bett zurück an die richtige Stelle und den Teppich würde sie halb drunter schieben. Dann würde sie online nach Lampen schauen und sie wollte im Keller und auf dem einen Dachboden nach einem Schreibtisch suchen, der vielleicht passen könnte. Hier standen noch so viele Möbel rum, auch im Nebenraum der Scheune, da würde sie bestimmt etwas finden. Ein Stuhl wäre vielleicht auch gut.
Skye ging also auf die Suche nach Herrn Cho, ihrem Gärtner mit handwerklichem Geschick. Im Moment gab es im Garten nicht so viel zu tun, außer Laub wegmachen, aber sie hatte einen Wald und würde nicht verlangen, dass es hier immer picobello aussah.
„Oh, Sie sind sehr weit gestern gekommen“, lobte der Gärtner, als sie oben im Gästezimmer ankamen und Skye lächelte.
„Danke. Es wäre lieb, wenn Sie mir bei der Tapete helfen.“
Sie sollte ja auch ihren Fuß schonen und so machten sie Arbeitsteilung. Skye leimte und Herr Cho klebte. Nach nicht mal 2 Stunden waren sie fertig und sie schoben das Bett wieder zurück. Der Cho sagte, dass wenn sie noch Hilfe bräuchte, sie nur Bescheid sagen sollte und sie versprach ihm, dass sie sich meldete, wenn sie einen Schreibtisch gefunden hatte, den sie wohl im Moment nicht alleine tragen konnte. Wobei … da waren doch noch zwei Kerle im Haus!
Skye ging los, mit einem Topf und einen Kochlöffel und scheuchte Jungkook und Jongin aus den Federn. Beide waren davon nicht begeistert und saßen sehr zerknittert unten beim Frühstück.
„Ihr habt schon tapeziert?!“ Jongin kam nicht darauf klar.
„Ich war um 6 Uhr wach, was hätte ich tun sollen?“
„Du hättest mich wecken können und wir hätten …“ Ein verschmitztes Grinsen tauchte auf seinen Lippen auf.
„Nope, Timeline“, kam es von Jungkook, der inzwischen auch wusste, dass es hier wohl irgendeinen Plan gab.
„Wer von euch hat Zeit mit mir Dinge zu suchen?“, fragend schaute sie zu den beiden.
„Ich muss in 2 Stunden bei unserem Podcast sein“, meinte Jungkook.
„Ich habe erst heute Abend Training“, kam es von Jongin. Er hatte noch nie etwas selbst gemacht, also nichts Handwerkliches, aber irgendwie fand er es cool und er mochte es mit Skye Sachen gemeinsam zu machen. Gestern war es schon anstrengend gewesen, doch sie hatten Musik gehört und geredet und gelacht.
So zogen sie los, zuerst auf den Dachboden. Hier gab es unheimlich viele Stühle und Tisch, aber keinen Schreibtisch. Skye nahm einen Stuhl mit runter, er würde ebenfalls grün lackiert werden. Im Keller fanden sie große Schränke und Sideboards. Wenn sie alle Schlafzimmer machen würde, wäre es sinnvoll Bilder zu machen, damit sie wusste, was alles da war. Manche Möbel waren rausgeflogen, einfach weil sie zu kaputt gewesen sind. Manche hatten Wasserschäden gehabt und andere waren von Würmern zerfressen gewesen, aber vieles war in einem guten Zustand. Sie fanden zwei Kommoden, die sie für andere Zimmer nutzen würde und sie fanden auch so kleine, runde Beistelltische, die sie irgendwo dazu stellen konnte.
Doch noch immer kein Schreibtisch. Sie liefen runter in das Nebengebäude der Scheune und dort wurden sie fündig. Ein alter Sekretär fiel Jongin ins Auge und Skye war begeistert.
„Können wir kurz Pause machen?“
Sie verzog das Gesicht und setzte sich auf eine Kommode. Mahnend schaute er auf ihren Fuß.
„Guck nicht so, ich mach doch gar nix. Ich laufe und ich stehe. Ob ich dabei streiche oder nicht, ist doch egal.“
„Ich will nur, dass du bald wieder gesund bist.“
Er kam vor ihr zum Stehen und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie schmiegte sich gegen die Hand, als er ihr Kinn anhob.
„Ich liebe dich.“
Ihr Herz setzte es, als diese Worte seinen Mund verließen.
„Du weißt, dass es komisch wäre es zurück zu sagen, wenn ich am Mittwoch ein Date mit Siwon habe?“
Er fing fröhlich an zu lachen, dieses wundervolle Lachen.
„Ja, ich weiß und du hast eine Timeline und das ist okay. Ich bin geduldig, ich lasse dich auf das Date mit Siwon gehen, weil ich weiß, dass dein Gewissen dich sonst auffrisst, ich wollte nur, dass du weißt, dass ich dich liebe. Ich habe es dir viel zu lange nicht gesagt.“
Könnte das wirklich funktionieren? Natürlich bemerkte sie, wie richtig sich vieles hier anfühlte. Es war harmonisch und niemand mischte sich ein. Es waren nur sie beide.
„Jongin?“
„Hm?“
„Darf ich dich küssen?“
Es wurde ja jetzt so ein Ding, dass sie sich fragten, ob sie sich küssen durften.
„Nein.“
„Nein?!“ Entsetzt schaute sie ihn an.
„Wenn, küsse ich dich“, und damit beugte er sich runter zu ihr. Und auch das fühlte sich richtig an. Die beiden wurden unterbrochen, als sich jemand räusperte.
Herr Cho und Herr Lee, die beiden Gärtner, waren mit dem kleinen Wagen hergekommen, um den Sekretär zu verladen und Skye hatte noch Überseekoffer gefunden, die sie restaurieren wollte.
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Bis 15 Uhr waren sie beschäftigt – zu viert. Sie schliffen die Tür und die Zarge ab, den Schreibtisch und den Stuhl und dann lackierten sie. Gut, dass Skyes Einschätzen bei Farbe so schlecht war, wie bei Nudeln – sie hatten also mehr als genug Farbe.
„Wow, das wird so cool“, meinte Jongin, der duschen war, da er bald losmusste.
Nach und nach würde Skye die Gästezimmer renovieren und hätte zumindest immer etwas zu tun. Von wegen arbeitslos. Man musste sich nur zu helfen wissen.
Skye hatte früh angefangen zu jobben, weil sie zum einen ihr eigenes Geld verdienen wollte und zum anderen wollte sie nicht immer zu Mami rennen, wenn sie sich etwas kaufen wollte. Mit 13 fing sie an Zeitungen auszutragen, mit 14 fing sie an zu Babysitten und mit 15 hatte sie ihren ersten Kellnerjob. Wenn man einmal kellnerte, war es einfach – es gab so viele Bars und Cafés und immer, wenn es ihr irgendwo zu bunt geworden ist, hatte sie die Location gewechselt. Sie hatte nie verstanden, wenn Leute gesagt haben, dass sie keinen Job finden. Skye hatte immer mindestens zwei Läden, in denen sie kellnerte und sie verdiente damit gutes Geld. Ihre Eltern hatten einen Fond für ihr Studium angelegt, in den auch ihre Großeltern eingezahlt hatten. Sie hatte in Seattle studiert, weil ein Studium außerhalb von Washington hätte sie sich ohne Stipendium nicht leisten können. Sie hätte nach Berkley gehen können, doch für ein Stipendium hatte es nicht gereicht und für Leute außerhalb von Kalifornien hätte das Jahr 50.000$ gekostet. Es kostete immer mehr, wenn man den Bundesstaat wechselte. In Washington hatte sie das Jahr ‚gerade mal‘ 12.000$ gekostet und sie hatte Zuhause wohnen bleiben können. Skye wäre gerne nach Berkeley. Sie hatte so mit der Uni gevibt, doch der Lottogewinn kam ein paar Jahre – und ein paar Tragödien – zu spät.
Jedenfalls war sie gut darin zu arbeiten und die Schlafzimmer zu renovieren war auch etwas eigennützig. Wenn sie alle sechs Zimmer renoviert hatte, könnte sie jede Nacht woanders schlafen! Es wäre wie im Hotel.
Es war 18.30 Uhr. Skye hatte geduscht, ein Nickerchen gemacht, mit den Katzen und Snickers gespielt – kurz gesagt: Ihr war langweilig. Nun hatte sie sich in die Renovierungssache etwas reingesteigert und sie wollte nicht nur alles online einkaufen. Sie wollte shoppen und sie hatte schon länger vor in Songdo in das Tripple Street Center zu gehen. Dort waren die Geschäfte bis 22 Uhr auf, denn sie musste damit rechnen, dass sie eine Stunde dort hin bräuchte, doch wie würde sie da hinkommen?
„Hi Kendra, sag mal, was macht ihr gerade?“
„Nichts … wieso?“
„Kommt hoch, wir gehen shoppen.“
Das ließ sich zumindest Kendra nicht zweimal sagen, auch nicht London, Honey und Blake. Ara und Mi Cha waren ausgeflogen, es wäre auch etwas eng im Auto geworden.
„Sehe ich das richtig, dass du uns nur als Fahrer missbrauchst?“, fragte London irgendwann auf halber Strecke nach Incheon.
„Quatsch, ich verbringe gerne Zeit mit euch und ihr zieht bald aus.“
Skeptische Blicke trafen sie, man stellte eindeutig ihre Glaubwürdigkeit in Frage.
„Ja okay UND ich habe einen Fahrer gebraucht – ich hätte mir aber auch einfach einen bestellen können, habe ich aber nicht, weil ich lieber Zeit mit euch verbringe.“
Das reichte den anderen dann aus Ausrede, zumal sie Skye wirklich nicht mehr oft sahen.
Es war fast 20 Uhr, als sie im Einkaufszentrum ankamen. Sie hatten nicht viel Zeit, aber Skye konnte nicht hetzen, krückte sie ja auch nur vor sich hin. Ihr Hauptaugenmerk lag auf Deko-Läden, doch natürlich ließen sie sich von Handtaschen und Klamotten etwas ablenken.
„Wir hätten dir einen Rollstuhl leihen sollen“, meinte Blake, die inzwischen behangen mit zig Tüten war, denn Skye könnte das gar nicht nehmen, auch wenn an ihrer einen Krücke auch eine Tüte hing.
Honey ließ sich etwas zurückfallen, um mit der Amerikanerin auf einer Höhe zu sein.
„Du gehst mit Siwon aus?“
Ok, da war was. Honey war selbst mit Siwon ausgegangen und die Art, wie es auseinanderging, war nicht wirklich schön gewesen. Und sie war Jongins Cousine.
„Ich gebe ihm eine Chance. Da ist etwas … keine Ahnung, ich glaube wir passen nicht zusammen, ich muss ihm nur die Möglichkeit geben das auch zu erkennen. Jongin weiß davon.“
„Mir geht es nicht um Jongin, ich habe ihn noch nie so hartnäckig bei einer Frau gesehen. Pass bei Siwon nur etwas auf.“
Es war der Ton, in dem Honey es sagte, den Skye verwundert zu ihr schauen ließ.
„Wie meinst du das?“
Honey schaute zur Seite, es war ihr unangenehm und doch hatte sie es angesprochen.
„Ich weiß, dass er Mister Perfect ist, aber … er ist auch gut darin seinen Willen durchzukriegen. Er kann dominant sein. Ich war jung, als das mit ihm anfing und ich war so in seinen Bann gezogen. Er ist einfach Choi Fucking Siwon. Aber ich würde heute vieles nicht mehr mit mir machen lassen. Du bist nicht auf den Mund gefallen, du bist viel stärker, als ich es war. Er steht eigentlich auf jungen, willigen Girlies, die ihm jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Ehrlich, ich habe keine Ahnung, wieso er sich an dir versucht. Vielleicht hast du sein Ego so oft verletzt, dass er sich beweisen will, aber bitte … sei einfach vorsichtig.“
Skye war stehengeblieben, die anderen waren in einem Klamottenladen verschwunden.
„Honey, hat er Dinge gegen deinen Willen getan?“
Die Jüngere schüttelte den Kopf.
„Nein, ich blöde Kuh habe zu allem ‚ja‘ und ‚amen‘ gesagt – wortwörtlich. Wie gesagt, heute würde ich vieles nicht mehr machen. Ich fühlte mich so privilegiert mit ihm zusammen zu sein, dass ich nicht gesehen habe, dass manches falsch war. Aber das heißt nicht, dass es bei dir so läuft. Vielleicht meint er es ernst, vielleicht sucht er kein neues Spielzeug. Nur bitte, sei etwas vorsichtig. Ich weiß, dass du gut auf dich aufpassen kannst, ich kenne ihn eben auch von einer anderen Seite.“
Jaejoong und Noah konnten ihr sonst was von Siwon erzählen, dass was sie hier von Honey hörte, beunruhigte sie viel mehr.
„Ich werde aufpassen“, versprach sie.
Um 22 Uhr war die Shoppingtour dann zu Ende und als die fünf Mädels zurück zum Auto kamen, waren sie ziemlich geschafft. Aber sie hatten tolle Sachen gefunden. Viele Kissen und Dekosachen und sie hatte eine Lampe für den Sekretär gefunden. Sie sah aus, wie eine dieser alten Bibliothekslampen, mit einem grünen Schirm und so einem Bändel, zum an- und ausmachen. Auch für die anderen Zimmer hatte sie schon Sachen gefunden, kleine Bilder und einen Spiegel, denn sie hatte ja schon mindestens zwei weitere Farbkonzepte im Kopf.
Auf dem Weg zurück, rief Jungkook an und fragte, wo sie waren.
„Wir waren in Songdo zum Shoppen, aber wir fahren wieder zurück.“
„Kommt in der Fabrik vorbei, wir bestellen gleich Essen. Ich schick dir die Karte.“
Skye stockte. Wahrscheinlich würde Taehyung da sein, aber sie musste lernen damit umzugehen. Schließlich war sie auch mit den anderen befreundet. Zu Namjoon schaute sie auf und mit Jimin hatte sie ein lockeres Verhältnis und auch zu Yoongi hatte sie inzwischen einen Draht.
„Es hängen auch EXO Leute hier rum und Changmin“, meinte Kookie weiter, als wüsste er, woran sie dachte. Zumal die Kings sie bittend anschauten. Nicht nur, weil sie Hunger hatten. Für sie war es immer noch etwas besonderes mit diesen Idols rumzuhängen, außer für Honey vielleicht und sie hatte sie durch das Einkaufszentrum geknechtet.
„Aiight, see ya soon.“
Und die Kings jubelten.
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So änderten sie die Route und Skye hatte Kookie ihre Bestellung geschickt. Sie war kein großer Freund von koreanischen Essen. Sie liebte Streetfood und auch dieses ‚neue koreanische Essen‘, bestehend aus vielen frittierten Dingen, aber mit dem normalen Essen war sie nicht ganz Freund. Sie bestellt sich also Pajeon und frittierte Mandus. Jungkook hatte nur die Bestellung gesehen und hatte genau gewusst, was für Skye war. Er bestellt ihr noch eine Portion Bulgogi, auch wenn er wusste, dass sie nur das Fleisch rausklauen würde, Madam aß nämlich keine Zwiebeln die man sehen konnte.
Als sie in der Bar ohne Namen ankamen, fragte sich Skye, wieso Red Velvet hier eigentlich nie rumhingen, es waren immer nur die Kerle!
Sie setzte sich an einen der großen Tische und Jungkook setzte sich neben sie.
„Du hast keine Ruhe, hm?“ Sie wusste nicht, ob er sie tadelte oder ob er amüsiert war.
„Wir haben aber so tolle Sachen gefunden!“, schwärmte sie. Chanyeol kam zu ihnen rüber und setzte sich zwischen Blake und London.
„Hey, wenn dir langweilig ist, kannst du wieder unsere Assistentin werden. Ich habe zwar etwas Angst vor dir, aber eigentlich hast du den Job sehr gutgemacht.“
Es war super, wie sie alle versuchten Skye von Taehyung abzulenken. Sie hatte ihm zugenickt, als sie reingekommen war und sie fand, dass das Fortschritt war. Und doch war es ungewohnt und komisch. Es war gut gewesen, dass sie gesprochen hatten, doch das bedeutete nicht, dass sie nicht weniger verletzt war.
Sehun gesellte sich auch noch zu ihnen und als das Essen kam, setzte sich auch Namjoon zu den Mädels. Namjoon war ein Statement und es dauerte nicht lange, da traute sich auch Jimin.
„Da drüben ist es einfach zu voll“, nutzte er als Ausrede und Skye lächelte ihm zu. Ja, sie mochte sie ja, aber sie verstand auch, dass es für sie eine blöde Situation war, denn egal was passieren würde, Taehyung wäre ihnen wichtiger und das war okay so. Außer bei Jungkook, hier war sie sehr sicher, dass wenn es um Leben und Tod gehen würde, er sie vor Tae wählen würde.
Skye hatte nur kurz an der Bar gestanden und sich mit Changmin unterhalten, da fiel ihr auf, wie Namjoon vertieft im Gespräch mit Kendra war. Sie stürmte los – so schnell sie eben stürmen konnte – und schob die beiden mit den Armen auseinander.
„Ihr habt Big Hit Verbot“, stellte sie klar.
„Wir haben uns nur unterhalten!“, kam es von Kendra.
„Ja, so fängt das bei denen immer an und dann fangen sie an goldig zu sein und Süßholz zu raspeln und dann kommt Bang um die Ecke und steckt dein Herz in einen Mixer. Nein, nein, nicht mit meinen Mädels. Geht mit SM Leuten aus, mit YG und JYP – ist mir alles egal. Big Hit Künstler sind tabu.“
Es war nur halb-ernst und der Tisch war fröhlich am giggeln.
„Weißt du, du bist noch 3 Wochen CEO, dann kannst du uns nichts mehr verbieten“, kam es von London.
„Das glaubst aber auch nur du. Ich lasse das in den Code of Conduct einfügen, wenn es sein muss.“
„Was passiert in 3 Wochen?“
Sie hatte nicht bemerkt, wie Taehyung aufgestanden war.
„Dann verkaufe ich meine Anteile.“
Anscheinend hatte diese Information noch nicht die Runde gemacht, denn auch die anderen schauten verwundert auf.
„Und dann?“
„Dann bin ich raus aus G-Next.“
Taehyung zog sie am Ellenbogen aus der Bar, besann sich dann aber, dass Skye nicht so schnell konnte mit der Schiene.
Die Tür fiel hinter ihnen zu.
„Tu das nicht.“
„Wieso nicht? Ich kann mit Bang nicht arbeiten. Es hätte mir von Anfang an klar sein müssen.“
Wie naiv sie gewesen ist zu denken, dass es funktionieren könnte.
„Ich kann das nicht Lala, du gibst wegen mir alles auf. Erst deine Karriere, nun dein Label. Das habe ich nicht gewollt. Ich werde mit Bang reden, dass er einen Gang zurückfährt bei dir.“
Skye schüttelte den Kopf.
„Das waren meine Entscheidungen. Ich habe dich nicht gefragt, ich habe entschieden. Für mich. Jiyong und Seunghyun kaufen meine Anteile, es ist okay. Ich brauche kein Label, um Musik zu machen.“
Sie hatte ihn weder bei den Kings gefragt, was sie tun sollte, noch jetzt bei den Anteilen. Nur einmal hatte sie ihn gefragt, als es um Jongin ging und genau da hatte er falsch geantwortet – zu einer Frage, zu der es kein Richtig gab.
„Ich finde das scheiße.“
„Oh mein Freund, du weißt gar nicht, was ich alles scheiße finde.“
Und damit krückte sie zurück in die Bar.