Gegen 3 Uhr löste sich die Runde auf und Skye räumte unten in der Küche auf.
„Wieso machst du das um diese Uhrzeit? Auf einem Bein?“
Jungkook, inzwischen mit T-Shirt, stand gegen den Türrahmen gelehnt.
„Ich kann nicht schlafen.“
Kookie brauchte sie nichts vormachen, der durchschaute sie, bevor die Lüge ihren Mund verlassen hätte.
„Kommst du zur Show?“
Skye schaute auf. Wieso stellte ihr jeder Fragen, die sie nicht beantworten konnte?
„Keine Ahnung – was sagt Bang denn?“
„Skye…“
„Nein, es nervt, okay? Taehyung hat nichts gesagt. Vielleicht will er nicht, dass ich komme, denn das ist sein ‚anderes Leben‘. Aber was, wenn er hofft, dass ich komme, aber will, dass ich von alleine darauf komme? Es nervt mich, dass ich mir immer aussuchen kann, wie ich etwas falsch mache.“
Jungkook ging zu ihr und nahm sie in den Arm.
„Diese Unsicherheit, was ihn betrifft, kriegst du nicht raus, hm?“
„Ich habe ihn gefragt Kookie, ich habe ihn gefragt, was ich machen soll und er hat mir gesagt, dass wir die nächsten Trillionen Jahre nicht öffentlich werden können, dass ich ruhig offiziell Jongins Freundin sein kann.“
„Aber das ist nicht das, was du hören wolltest?“
„Nein“, sagte sie und merkte, wie die Tränen in ihre Augen stiegen.
„Jongin wollte mich immer dabeihaben, selbst jetzt. Er hatte die Bedingung, dass er mich überall mitnehmen darf.“
Er wiegte sie sanft in seinen Armen.
„Dir ist schon aufgefallen, dass die beiden grundverschieden sind?“
Skye lachte kurz, ja, das waren sie.
„Taetae ist nicht immer einfach zu verstehen – selbst uns gelingt das nicht immer, mach dir keine Vorwürfe. Du bist unsicher, er ist unsicher. BTS bedeutet ihm viel, Geheimhaltung ist ihm sehr wichtig und du bist ein kleines, glitzerndes Einhorn.“
Das machte es nicht besser.
„Komm Morgen früh mit zum Frühstück und dann rede mit ihm“, schlug er vor und es war wohl das Vernünftigste.
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Und so fuhr sie am nächsten Morgen mit Jungkook. Die Schiene nervte. Anfangs hatte Skye sich so gegen das Autofahren in Seoul gewehrt und nun durfte sie vier Wochen kein Auto fahren und kam sich vor, als hätte sie das Bein verloren.
„In welcher Farbe müssen wir die Schiene eigentlich für die Party ansprühen?“, fragte Jungkook beiläufig, als er ihr aus dem Auto half.
„Nice try.“ So einfach würde er sie nicht aus der Reserve locken.
„Skye, ernsthaft, ich bin in Slytherin, also bist du auch in Slytherin – davon geht die Welt nicht unter.“
Sie starrte ihn mit offenem Mund an.
„Wir sind nicht die gleiche Person!“ Nur weil er nach Slytherin gekommen war, hieß das noch lange nicht, dass sie das gleiche Ergebnis hatte!
„Mia hat gesagt, wir hatten exakt die gleichen Antworten. Doch, wir sind die gleichen Personen – nur, dass ich nicht mit dir schlafe … wobei … dann würde ich ja mit mir schlafen, was … manchmal passiert…“
Kurz verlor er sich in dem Gedankenwirrwarr, als Skye ihm mit der Krücke gegen das Schienenbein schlug.
„Au!“
„Siehst du, wenn wir eine Person wären, hätte mir das jetzt auch wehgetan.“
Jungkook fiel auf, wie sie hinter ihm ging. Nicht, weil er zu schnell war, nein, es war, als würde sie ihn vorschicken. Er hielt ihr die Tür zum Dorm auf, doch sie wartete, bis er wieder vorausging. So kannte er sie nicht. Sonst stürmte sie überall rein, wie ein Wirbelwind.
„Ich habe Verstärkung mitgebracht“, annoncierte er und sie anderen schauten auf.
„Skye!“
Jimin sprang auf und drückte sie an sich.
„Was macht das Bein?“
„Au“, war ihre Antwort.
„Meins auch“, kam es von Jungkook, der ihr einen bösen Blick zuwarf.
„Kommst du heute Abend? L.A würde sich bestimmt über Gesellschaft freuen.“
„Ich … weiß noch nicht“, gab sie zu und verzog das Gesicht.
„Na, dann mache ich wohl noch ein paar Pancakes“, kam es von Jin in der Küche und Skye schenkte ihm ein Lächeln.
„Oppa, was hat jemand, der im Dreieck läuft?“
Jin stockte und dachte drüber nach, einmal öffnete er den Mund, als wollte er antworten, schloss ihn dann aber wieder.
„Kreislaufprobleme.“
Jin fing fröhlich an zu lachen.
„Oh, du wirst immer besser!“
Taehyung kam die Treppe runter und schlagartig waren alle ruhig, selbst Jin hatte aufgehört zu lachen. Jungkook schaute so irritiert, wie Skye sich fühlte.
Namjoon ließ den Kopf hängen und schaute zwischen den beiden hin und her.
„Was ist hier gerade passiert?“, fragte Kookie und schaute in die Runde.
„Tae macht gerade mit mir Schluss“, schlussfolgerte Skye. Nun ließ Tae die Schultern hängen.
„Bang hat gesagt, es wäre besser, wenn wir eine Pause machen würden.“
„Ach, Bang hat gesagt, ja? Seriously? Ich wusste gar nicht, dass du Bang fickst, dass du mit Bang eine Zukunft planst, dass du Bang gefragt hast deine FRAU zu werden! Taehyung, wie kannst du mir sagen, unter Tränen, dass du mich liebst und das wir eines Tages heiraten und dann kämpfst du noch nicht einmal, wenn Bang uns für eine blöde Idee hält? Wir sind sowieso nur zusammen, weil ER dir seinen Segen gegeben hat. Du hättest das sonst nicht durchgezogen.“
„Lala, ich liebe dich.“
„Sprich nicht von Dingen, die du nicht verstehst!“
Tränen liefen über ihr Gesicht. Tae wollte auf sie zugehen, doch sie hob die pink-glitzernde Krücke an, um ihn auf Abstand zu halten.
„Es geht nicht nur um uns beide. Es geht auch um BTS, um meine Zukunft. Aber ich liebe dich.“
Skye schüttelte den Kopf.
„Aber nicht mehr als sie und ich schätze, dass das wohl berechtigt ist. Ich verstehe nur nicht, wieso wir uns die Mühe gegeben haben, für etwas, was zum Scheitern verurteilt war – weil Bang es uns in seiner ‚Güte‘ gestattet hat? Und für was? Das wir jetzt beide kaputt sind?“
„Können wir nicht irgendwo hingehen? In deine Wohnung? Und in Ruhe reden?“
„Taehyung, wir müssen gleich los zur Halle. Ich weiß nicht, ob das der richtige Zeitpunkt ist“, wand Namjoon ein. Tae schaute zwischen seinem Bandleader und Skye hin und her.
„Es gibt nichts mehr zu sagen. Es gibt keine Worte, die das hier besser machen. Geh und tu, was du liebst.“
Sie drehte sich um und humpelte davon und niemand hielt sie auf. Bevor sie in den Flur zur Tür bog, drehte sie sich noch mal um.
„Das sind Tränen der Wut – nicht der Trauer!“, das wollte sie klargestellt haben.
„Hat keiner in Frage gestellt“, kam es von Jungkook.
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Und jetzt saß sie in dieser blöden Fabrik fest! Dabei stand ihr Auto ja unten. Sie überlegte, ob sie die Schiene ausziehen konnte, um nach Hause zu fahren. Sie ging in ihr Apartment und ließ sich auf die Couch fallen. Es war alles umsonst gewesen. Alles. Sie hätte sich das alles sparen können. Bang!
Sie schrieb eine Nachricht an Jiyong und Seunghyun, dass sie ihre Anteile an G-Next haben konnten. Sie wollte nichts mehr mit Big Hit oder Bang zu tun haben.
Zwei Stunden dauerte es, länger, als Skye gedacht hätte, bis es an ihrer Tür klopfte. Wer wusste, dass sie hier war? BTS waren vorhin weg, das hatte sie gehört.
„Ich bin’s“, rief es durch die Tür. Seunghyun. Ji war so schlau ihn vorzuschicken.
Sie ließ ihn rein und sie saßen eine Stunde schweigend am Tisch. Eine geschlagene Stunde und sie verstand, dass er nicht gehen würde und dann erzählte sie ihm alles. Sie weinte und fluchte und er saß da und hörte zu.
„Es war eine Illusion.“
Sie schaute auf und das große Fragezeichen muss wohl auf ihrer Stirn zu sehen gewesen sein, denn er fing an zu lachen.
„Eure Beziehung war eine Illusion. Ihr beide wolltet mal etwas, was ihr noch nie hattet und ihr habt gehofft, dass es klappen könnte, aber Skye, du bist vieles, aber mit Sicherheit nicht die Frau, die sich hinter einem Mann versteckt, damit er strahlen kann und einen Schatten auf dich wirft. Da bist du nicht der Typ für.“
Da hatte er recht, aber war es denn so abwegig gewesen zu denken, dass sie an Taehyungs Seite stehen könnte? Auf Augenhöhe? Jongin hatte sie nie versteckt, aber ja, sie war auch immer seine offizielle Freundin gewesen.
„Willst du das mit den Anteilen noch mal überdenken? Eine Nacht drüber schlafen?“
Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, Bang ist mir vorher schon auf den Sack gegangen. Ich dachte, dass es auf geschäftlicher Ebene besser laufen würde, aber wenn ich mir noch einen Spruch von diesem Typen anhören muss, muss ich ihn leider um die Ecke bringen und dann komme ich ins Gefängnis und kann vielleicht den ‚Jailhouse Rock‘ singen, aber da bin ich auch niemanden mehr eine Hilfe. Ich könnte Bang nach Fiji einladen … ich kenne Orte, da findet ihn niemand… ich muss die Katzen ausreisetauglich machen …“
„Ich würde mal Noah fragen, der kann das Problem bestimmt dauerhaft lösen“, schlug er vor. Seunghyun war ein toller Partner in Crime.
Als nächstes kam Mia. Skye wusste nicht, ob sie bereit für Mia war, doch sie hatte Burger geholt. Immer dieses Bestechungsessen.
„Ich hatte mal einen David“, begann sie.
„Einen David?“
„Früher, in Deutschland, habe ich nachts in Pokerclubs als Dealer gearbeitet.“
Was. Zur. Hölle?!
Das blanke Entsetzen stand Skye im Gesicht.
„Das ist illegal!“
„Tatsächlich ist Poker eine Grauzone, weil das Haus nicht mitspielt – darum geht es aber nicht. Dieser neue Laden hat aufgemacht und die Frankfurter Pokerszene kennt sich und so hat mich jemand gefragt, ob ich dort arbeiten kann. Es gab zwei Chefs. Einer davon war David. Er war so in meinem Alter und kam aus Worms und war extra wegen dem Laden nach Frankfurt gezogen. Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Und wir haben geflirtet und er hat immer geschaut, dass ich mal eine Pause bekam und hat Essen für mich mitbestellt und nach Feierabend haben wir zusammengesessen und gequatscht, über Gott und die Welt. Es war so einfach mit ihm zu reden. Eine Woche später hatte er Anzeigen von Wohnungen offen und ich habe gemeint, dass die wohl etwas groß waren – 4 Zimmer, 100 qm und er sagte ganz locker, dass ich ja dann bei ihm einziehen würde und wir bräuchten ein Ankleidezimmer und ein Büro. Wir waren noch nicht mal zusammen! Und ich bin schon aus Toilettenfenstern gestiegen, nachdem mir jemand gesagt hat, dass er mich liebt. Ich kann mit sowas nicht umgehen. Aber bei David … keine Ahnung, keine Panik, nichts. Eine Woche später kamen wir zusammen und er war perfekt – aber auch sehr besitzergreifend. Ich habe eigentlich jede Nacht bei ihm im Hotel geschlafen, immer wenn ich unterwegs war und kam nicht zu der Zeit, zu der ich gesagt habe, dass ich zurück sei, hat er angerufen. Und es hat mich nicht gestört. Es hat mir geschmeichelt so umsorgt zu werden. Meine Mama dachte, das war’s. Der ist es. Aus vorbei. Der wird geheiratet und es gibt ein paar hübsche Kinder. Vier Wochen später hatten wir noch Weihnachten mit seiner Familie gefeiert. Er hatte Skiurlaub für Anfang Januar geplant, wenn die Ferien rum waren. Er musste ein paar Tage nach Worms. Wir hatten noch keinen Plan, was wir an Silvester machen wollten und am 30.12 schreibt er mir, dass es ihm leid tut, aber dass er nicht mit mir zusammen sein kann. Ich bin aus allen Wolken gefallen – er hat die ganze Zeit davon gesprochen, wie wir nach Vegas fliegen und dort heiraten. Ich habe gefragt, was denn los war und er meinte, dass er nur verliebt sein kann, aber er kann nicht lieben. Er mag keine Beziehungen, in die ein Alltag kommt. Ich fühlte mich so vor den Kopf gestoßen. Wie konnte er von Liebe, Zusammenziehen und Hochzeit reden, wenn er doch wohl wusste, dass er nicht in der Lage war eine Beziehung zu führen?“
Skye hörte ihr gespannt zu und aß ihren Burger. Männer!
„Was hast du gemacht?“
„Nichts. Was hätte ich machen sollen? Bei ihm war alles so endgültig – egal, ob es um die Wohnung ging, in die ich mit einziehen sollte oder im Schlussmachen. Wie soll ich jemanden von etwas überzeugen, was er nicht will?“
„Wie ging es dir?“
„Scheiße – er war ein Grund dafür gewesen nach Korea zu gehen.“
„Mia! Das ist eine beschissene Moral! Wie soll mir das jetzt helfen?“
„Keine Ahnung, ich wollte damit nur sagen, dass wir manchmal auf Menschen treffen, von denen wir denken, dass sie perfekt sind. Perfekt für uns sind. Und dann feststellen, dass sie auch nur kaputt sind und nicht in der Lage eine Beziehung zu führen, wie wir es möchten, aber es ändert nichts daran, dass es für eine gewisse Zeit richtig angefühlt hat und das ändert sich auch nicht, nur weil das Ende beschissen ist.“
Na immerhin hatte es jetzt auch eine Moral.
„Aber dieses ‚Bang hat gesagt‘ – ich schwöre dir, der nächste, der so einen Satz anfängt, dem schlage ich ins Gesicht.“
Mia fing fröhlich an zu lachen.
„Bang ist dein JYP.“
„Mein JYP?“
„Jup, Park hat mich damals geblackmailed, damit ich Tänzerin für 2PM werde.“
Sag mal! Was packte Mia denn heute für Geschichten aus?!
„Aber du magst 2PM.“
„Damals nicht. Es ging gar nicht um 2PM. Es ging darum, dass SME mich immer vor vollendete Tatsachen gestellt hat, ohne mal mit mir zu sprechen und als es um 2PM ging, haben sie mich gefragt und ich habe die Chance ergriffen, um ‚nein‘ zu sagen – was sie nicht hören wollten. Dann hat Donghae sein Handy verloren und plötzlich bekam ich sexy Bilder von mir zugeschickt. Park hat es gefunden und hat mich dazu genötigt als Background-Tänzerin mit 2PM auf Tour zu gehen. Wirklich, dass erste Jahr war ich so ein Opfer gewesen“, sie rollte mit den Augen. So viel war in diesem ersten Jahr falsch gelaufen und so viel Gutes war passiert.
„Du machst das viel besser. Du hast noch keinen Sklavenvertrag unterschrieben und die Leute haben über dich und Tae spekuliert, aber auch nur wegen der Promotion. Mir hat man immer versucht jemanden anzuhängen.“
„Thanks, I guess.“ So ganz war sich Skye nicht sicher, ob das wirklich ein Kompliment gewesen ist.
„Hast du darüber nachgedacht, dass Bang nur eine Ausrede ist?“, grübelte die Deutsche.
„Ausrede für was?“
„Dass er Angst hat dich wieder an Jongin zu verlieren. Und fang gar nicht an mich zu bullshitten – ich habe zwei sehr gute Augen.“
Wenn Bang eine Ausrede war, dann war es die blödeste Ausrede aller Zeiten.
„Was denkst du, was Jongin gemacht hätte, wenn ich nicht abgehauen wäre?“
„Er wäre bei dir geblieben.“
Mia sagte das, als wäre es etwas, was man wissen müsste. Als wäre es Allgemeinwissen.
„Wie kommst du da drauf?“
„Weil er es mir gesagt hat. Skye, er war heartbroken, als du weg bist. Es ging ihm wirklich, wirklich schlecht. Er hat immer wieder beteuert, dass er dich nicht wegen dem Kind verlassen hätte. Ja, er hat sich um Krystal gekümmert, aber auch nur weil er einen Fokus brauchte. Als du weg bist, hat es ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Du bist für ihn eine sehr wichtige Stütze in seinem Leben, er hat zu mir gesagt, dass es sich anfühlte, als hätte er seinen besten Freund verloren – den er nackt bevorzugte.“
Skye fing an zu lachen, aber den Stich in ihrem Herzen spürte sie trotzdem.
„Ich habe das Richtige getan. Das Vernünftige.“
„Das hast du – dass weiß selbst Jongin, aber es ändert nichts daran, dass zwei Menschen ein gebrochenes Herz hatten, für etwas, was gar nicht ihre Schuld war.“
Sie vergrub das Gesicht in ihren Händen.
„Skye, selbst in New York war klar gewesen, dass du noch Gefühle für ihn hast, dass die Sache noch nicht vorbei ist.“
„Was habe ich getan?!“ Wie war sie so einfach für andere zu durchschauen, wenn sie sich selbst nicht durchschaute?
„Du hast ein Krankenhaus gekauft, um herauszukriegen, dass Jongin nicht der Vater ist. Wer macht sowas, wenn nicht aus Liebe?“
„Rache?“, schlug Skye vor.
„Dann hättest du Krystal damit geblackmailed.“
Oh wie Skye es hasste, wenn Mia so smart war!
Das nächste Mal klopfte es gegen 21 Uhr.
„Ist offen!“, rief Skye, die auf der Couch lag und die Blues Brothers schaute – den ersten, den zweiten fand sie doof.
Jongin kam hinein und sie drückte auf Pause.
„Hast du eine Geschichte mit Moral für mich?“
Unsicher schüttelte er den Kopf.
„Ich wusste nicht, dass das Bedingung war, aber ich habe Hotteok besorgt.“
Er setzte sich zu ihr und reichte die Tüte weiter.
„Was gucken wir?“
„Die Blues Brothers.“
„Kenne ich nicht.“
„Ihr seid wirklich solche Banausen! Der Film ist total Kult! Was ist in dem Rucksack?“
Unauffällig hatte er den Rucksack hinter die Couch gestellt.
„Wechselklamotten.“
„Für was?“
„Ich schlafe hier.“
Nun setzte Skye sich auf. Es war so falsch, dass er sie tröstete.
„Bebecito…“
„Ich weiß, dass du alleine nicht gut schläfst. Und ich mach all deine Beziehungen kaputt…“
Er machte ihre Beziehungen nicht kaputt, denn wenn vorher nicht schon etwas kaputt wäre, dann wären sie nicht an so etwas gescheitert.
„Jeder hatte Angst, dass ich mit ihm Schluss mache und dann kommt er mir zuvor.“
„Hattest du vor mit ihm Schluss zu machen?“
„Ich hätte gerne noch ein paar Tage Bedenkzeit gehabt“, gab sie zu.